Archiv der Kategorie: News

Kleine Flieger: Tropische Schmetterlinge im Botanischen Garten München

IMG_1867 1024Wer zu dieser Jahreszeit den Kopf ein wenig frei bekommen und dem Sommer schon vorgreifen möchte, der ist gut beraten, den Botanischen Garten in München und dort insbesondere die Ausstellung tropischer Schmetterlinge zu besuchen. Die kleinen Ornithopter flattern dort in einem der Gewächshäuser schon seit Dezember und werden das noch bis Mitte März tun. Sie sind also schon wieder weg, wenn bei uns der Frühling erwacht und uns die ersten Blüten an die heimischen “Butterfliegen” erinnern. (“Schmetten”, das Wort, das dem Schmetterling seinen Namen gab, hat tatsächlich den selben Wortstamm wie “Schmand”. Damit ist der Schmetterling also mit dem englischen Begriff “Butterfly” eng verbunden.)

IMG_1861 1024Die Glashäuser des botanischen Gartens sind auch mitten im Winter eine kleine Oase des Sommers. Die Temperaturen dort betragen meist über 20 Grad und man kann innerhalb einer guten Stunde eine ganze Weltreise machen, zumindest “floral” betrachtet. Es begegnen dem Besucher viele Pflanzen, die er sonst nur aus dem Urlaub kennt, und die das Feuer des Reisefiebers anfachen. Auch Schildkröten und Fische sind zu sehen, während man Schokofrüchte, Bananenpalmen, blühenden Ginster und allerhand Zitrusgewächse erleben kann.
Allergiker, die jetzt bereits mit Haselnusspollen und dergleichen zu kämpfen haben, werden in der Feuchtigkeit der tropischen Gewächshäuser eine Linderung all der lästigen Symptome sehr zu schätzen wissen.
Wer möglichst farbenfroh gekleidet erscheint und Ruhe ausstrahlt, der erhöht seine Chancen zum Lande- und Rastplatz eines Schmetterlings zu werden. Seit kurzem gibt es am Eingang des Botanischen Gartens München auch einen kleinen Pavillion, der einen Laden und ein kleines Café beherbergt. Hier kann man Fachliteratur oder auch einfach nur ein Souvenir erstehen, und so ein Andenken an die kleinen Flattermänner mitnehmen. Fotografieren ohne Blitz ist übrigens erlaubt.

IMG_1896 1024

IMG_1898 1024Wem im Gewächshaus der Schmetterlinge einfällt, Rast auf der kleinen Balustrade des Tümpels dort zu machen, der sei vor Labyrinthfischin Anna gewarnt, die sich sehr für alle Bewegungen nahe der Wasseroberfläche interessiert.

Sie ist groß, aber nicht behäbig…

Die Gewächshäuser sind derzeit von 9:00 Uhr bis 16:30 Uhr geöffnet. Weitere Informationen finden sie hier:

Botanischer Garten München

IMG_1901 1024

90. Jahrestag der “Deutsche Lufthansa AG”

Berlin, 5. Januar 2016

Am 6. Januar 2016 jährt sich die Gründung der ersten Lufthansa zum 90. Mal. Aus diesem Anlass publiziert die Deutsche Lufthansa AG im kommenden Frühjahr im Piper Verlag die erste umfassende Darstellung der Geschichte der ersten Lufthansa im historischen, reich bebilderten Werk „Im Zeichen des Kranichs“ von Joachim Wachtel und Günther Ott.

Mit dem Zusammenschluss der Junkers Luftverkehr AG und Deutsche Aero Lloyd AG  wurde am 6. Januar 1926 in Berlin die nationale Fluggesellschaft „Deutsche Luft Hansa“ aus der Taufe gehoben –  die Schreibweise in einem Wort wurde erst 1933 eingeführt. Es war eine der ersten großen, international beachteten Fusionen der deutschen Wirtschaftsgeschichte: Mit ihr ging die Ära der abenteuerlichen Nachkriegsfliegerei zu Ende. Im Mittelpunkt standen jetzt die Sicherheit, die Erweiterung des Streckennetzes und mehr Komfort für die Fluggäste. Für den Luftverkehr, für Passagiere und Fracht, ging es in gewaltigen Schritten nach vorn. Durch die Einführung des Instrumentenflugs verlor das Fliegen seinen Saisoncharakter und größere Flugzeuge ermöglichten die Bewältigung längerer Strecken. 1939 flogen Lufthansa-Flugzeuge planmäßig bis Santiago de Chile und Bangkok und Probeflüge führten bis nach New York und Tokio. Auf den Großverkehrsflugzeugen Junkers Ju90 und Focke-Wulf FW200 wurden die ersten Stewardessen eingesetzt.

Der Beginn des Zweiten Weltkrieges verhinderte jede Weiterentwicklung. Lufthansa wurde von der Reichsregierung per Gesetz zu Dienstleistungen, Transportflügen und technischem Einsatz verpflichtet. Der Luftverkehr, vor allem Verbindungen in das neutrale Ausland, unterlag in diesen Kriegsjahren stets kurzfristigen Änderungen. Und am Ende – 1945 – stand das Aus für die erste Lufthansa. 1951 verfügten die alliierten Siegermächte die Liquidation der Fluggesellschaft, die 1965 mit der Löschung im Handelsregister endete.

Detailliert aufgearbeitet ist die spannende Geschichte der ersten Lufthansa in dem Buch „Im Zeichen des Kranichs“ von Joachim Wachtel und Günther Ott, das im kommenden Februar von der Deutschen Lufthansa AG publiziert wird und im Piper Verlag erscheint. Es schildert die Geschichte der Fluggesellschaft vor dem Hintergrund des wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Zeitgeschehens und spart auch die dunklen Jahre der Firmengeschichte nicht aus: Als Supplement wird dem 340 Seiten umfassenden historischen Werk die wissenschaftliche Untersuchung „Die Lufthansa und ihre ausländischen Arbeiter im Zweiten Weltkrieg“ von Dr. Lutz Budraß beigefügt.

Die Verfasser beschreiben die stürmischen Gründungsjahre, die von zahlreichen fliegerischen Pionierleistungen gekrönt waren. Jubelstimmung herrschte bei den „Gründervätern“ im Januar 1926 nicht, denn die Firmenfusion erfolgte auf staatlichen Druck und aus der schieren Not heraus: Die Subventionierung des Flugbetriebs der beiden stark defizitären Vorgänger-Firmen Junkers Luftverkehr AG und Deutsche Aero Lloyd AG war für die Staatskasse der Weimarer Republik zu einem Fass ohne Boden geworden.

Am Gründungskapital von 50.000 Reichsmark beteiligten sich das Deutsche Reich, die Länder, der Deutsche Aero Lloyd, Junkers sowie regionale Luftfahrtgesellschaften. Einen Anteil am Kapital der Deutsche Luft Hansa AG brachte indirekt auch die Berliner Wirtschaft ein, voran Firmen wie Siemens, AEG, Deutsche Erdöl, Schenker & Co. sowie die Berliner Handels-Gesellschaft. Zum „Corporate Design“ der neuen, fusionierten Gesellschaft steuerte Junkers die Firmenfarben Blau und Gelb und Aero Lloyd den stilisierten Kranich am Leitwerk bei. Noch im selben Jahr übernahm die „Kranichlinie“ Anteile an der 1921 gegründeten Deutsch-Russischen Luftverkehrsgesellschaft (Deruluft).

Als die Deutsche Luft Hansa AG am 6. April 1926 – auf den Tag drei Monate nach ihrer Gründung –  den Flugbetrieb startete, bedienten drei der acht Start-Verbindungen Berlin-Tempelhof. Darunter befand sich auch die erste Ausland­verbindung, die von Berlin über Halle, Erfurt und Stuttgart nach Zürich führte. Noch im ersten Geschäftsjahr stieg die Zahl der beflogenen Routen auf 54, davon 20 von und nach Berlin. Die Reichshauptstadt war zum Luftfahrtdrehkreuz des europäischen Kontinents geworden. Ein erster interkontinentaler Erkundungsflug ging – in zehn Tagesetappen –  bis nach Peking.

Die Flotte der neuen Airline umfasste zum Gründungszeitpunkt 162 Flugzeuge fast aller namhaften Flugzeughersteller jener Zeit: Albatros, AEG, Dornier, Focke-Wulf, Fokker, Junkers, Rohrbach, Rumpler, Sablatnig, Udet. Im ersten Geschäftsjahr beförderten diese Flugzeuge mit dem Kranich am Leitwerk im planmäßigen Flugdienst 56.268 Fluggäste, 258 Tonnen Fracht und 302 Tonnen Post.

Als die „alte Tante Ju“ noch jung war

Ab 1936/37 wurde der Flughafen Berlin-Tempelhof Zug um Zug ausgebaut. Der riesige, zusammenhängende Gebäudekomplex gilt bis heute als einer der größten weltweit. Die Lufthansa bot Verbindungen zu praktisch allen deutschen und europäischen Großstädten an. Rückgrat der Flotte war nun die von Junkers in Dessau gebaute Ju 52. Die als „Tante Ju“ legendär gewordene Propellermaschine war eines der bekanntesten Flugzeuge der 30er Jahre – mit ihren 16 Sitzen für die damalige Zeit quasi ein Großraumflugzeug.

Für die vor allem bei Fracht- und Postflügen notwendigen nächtlichen Starts und Landungen wurde Tempelhof mit einer starken Flughafen-Befeuerung ausgerüstet. Auch die Hauptverwaltung der Lufthansa zog 1938 von der ehemaligen Zentrale in der Lindenstraße in das Gebäude des „Zentralflughafens“ nach Tempelhof.

Im Dritten Reich geriet Lufthansa wegen ihrer strategischen Bedeutung zunehmend in den Sog der politischen Entwicklungen. Nach Kriegsausbruch wurden die Geschäftsberichte der Lufthansa von den Machthabern sogar zur „geheimen Reichssache“ erklärt. Der Ausbruch des Krieges zwang zu einer drastischen Reduzierung der gesamten Verkehrsleistungen. Der innerdeutsche Verkehr wurde fast völlig eingestellt. Gleichzeitig wurden Linien ins neutrale Ausland sowie in besetzte Länder Europas aufrechterhalten. Berlin hatte als internationales Luftverkehrsdrehkreuz ausgedient. Das Kriegsende bedeutete zugleich das Aus für die erste Lufthansa; die alte Reichshauptstadt und die in ihr groß gewordene Fluggesellschaft lagen gleichermaßen in Schutt und Asche. Die wenigen unzerstörten Flugzeuge wurden von den Siegermächten konfisziert. Im Anschluss an das Potsdamer Abkommen vom 2. August 1945 verboten die Alliierten den Deutschen Herstellung, Besitz und Betrieb von Flugzeugen.

Erst im Frühjahr 1955 durfte die mit Hauptsitz in Köln neu gegründete Deutsche Lufthansa AG abheben. Der Wiederanflug Berlins blieb der neuen nationalen Airline Deutschlands infolge der deutschen Teilung und des Kalten Krieges bis zum Herbst 1990 – ein Jahr nach dem Mauerfall – verwehrt. Heute ist der Lufthansa Konzern in Berlin mit über 3000 Mitarbeitern wieder der mit Abstand größte Luftfahrt-Arbeitgeber in der Hauptstadt.

Fotos zum Thema „90 Jahre Lufthansa“ finden Sie in diesem Link:

https://mediabase.lufthansa.com/mediabase/Access.do?lnk=1&cid=25470&chk=c03bdb7528167a736a0d9ef35b81712e

Link auf die Chronik der Lufthansa:

https://chronik.lufthansagroup.com/fe/timeline.php

B21.SJWae

PC-Flugtage in der Flugwerft Schleißheim

Einmal im Jahr, an einem Wochenende, gibt es in der Flugwerft Schleißheim des Deutschen Museum München ein Treffen der besonderen Art: Die PC-Flugtage. An diesen beiden Tagen kommen Vereinsmitglieder des Vereine Flugsimulator Club e.V. (FSC e.V.) und des Virtual Air Traffic Network (VATSIM) zusammen und bauen in einem eigens dafür reservierten Raum der Flugwerft ihre Simulatoren auf, um sie der Öffentlichkeit zu präsentieren. In diesem Jahr fand die Veranstaltung am Wochenende vom 24. und 25. Oktober statt. Bei gutem Wetter mit spätsommerlichen Temperaturen fanden sich einige Besucher ein, die das Angebot gerne annahmen und die Simulatoren der Aussteller  in Augenschein nahmen. Auch die Möglichkeit selbst im virtuellen Cockpit Platz zu nehmen wurde häufig genutzt, insbesondere an einem Simulator, der eigens für Kinder eingerichtet war, Hier bekamen die kleinen Gäste auch eine Urkunde für ihren ersten Flug ausgestellt.

Was manch einem vielleicht als Spielerei anmutet hat in den letzten Jahren an Professionalität sehr zugenommen. So gibt es beispielsweise die Möglichkeit mit einem handelsüblichen Flugsimulator, wie dem seit Jahren am Markt vorhandenen Microsoft Flugsimulator X und seinen neueren Derivate Prepare3d oder der Steam Edition, einen virtuellen Luftraum zu befliegen, in dem man seine Kollegen sehen kann, der von Controllern kontrolliert wird und in dem man auch mit den anderen quasi per Funk in Verbindung treten kann. Im Wesentlichen gelten hier die selben Regeln wie im echten Luftraum, weshalb man gefordert ist, die Flüge auf entsprechendem Niveau zu absolvieren. Rund um diesen virtuellen Luftraum herum ist ein ganzer Markt angesiedelt: Es gibt allerhand Software, die die grafischen Darstellungen der Simulatoren verbessert und jede Menge Geräte, die denen echter Cockpits nachempfunden sind, um beim virtuellen Fliegen für die notwendige Haptik und einen realistischen Workflow zu sorgen. Der virtuelle Luftraum bildet in weiten Teilen den echten Luftraum ab, es sind also die Flughäfen und Flugplätze vorhanden, die auch in Natura existieren. Selbiges gilt auch für die Funknavigationsanlagen. Man bewegt sich also sehr nahe an der Realität und kann auf diese Weise sehr vieles Lernen, was auch in der echten Fliegerei Bestand hat.

Auf den PC-Flugtagen der Flugwerft Schleißheim kann man sich neben dem Genuss, historisches Fluggerät zu besichtigen, einen Überblick über den Stand der Technik verschaffen und dabei den Enthusiasten über die Schulter schauen, selbst Hand anlegen oder sich Tipps abholen, wenn man sich bereits mit der virtuellen Fliegerei auseinandersetzt.

Wie so oft gilt hier auch – nach der Veranstaltung ist vor der Veranstaltung. Die nächsten PC-Flugtage werden im kommenden Jahr voraussichtlich wieder kurz nach dem Oktoberfest stattfinden.

Weiterführendes:

Bayerische Flugzeug-Historiker

B20.SJWae

Die Flugwelt Altenburg Nobitz

BreguetAtlantic

Breguet Atlantic

Seit dem Jahre 2004 betreibt ein Verein in Nobitz bei Altenburg direkt in Nachbarschaft zur historischen Landebahn des Altenburger Flughafens ein Luftfahrtmuseum, die Flugwelt, die das erste Museum dieser Art in Thüringen ist. Das Museum ist in einem der historischen Gebäude am Flughafen beheimatet, das von der russischen Kaserne, die lange Jahre am Flughafen bestand, übrig geblieben ist. Bei einem Rundgang durch das Museum kann man anhand zahlreicher, aufwändig, detailreich und liebevoll gestalteten Schautaflen viel über das Gelände des Flughafens sowie dessen Geschichte lernen. Auch die Exponate nehmen zu einem großen Teil Bezug auf die Historie des Platzes. So ist hier beispielsweise eine MIG 21 zu sehen, die auch hier am Platz stationiert gewesen ist. Beonders hervorzuheben sind zwei Flugzeuge, die man nirgends so hautnah erleben kann, wie hier in Nobitz: Eine Breguet Atlantic, die zur Ubootjagd eingesetzt wurde und eine Transall, die erst kürzlich hinzu kam. Das Außergewöhnliche ist, dass man in der Flugwelt nicht überall aus der Distanz auf die Dinge sehen muss, sondern dass man diese Flugzeuge betreten kann. In der Breguet Atlantic sind noch die Arbeitsplätze der diensttuenden Soldaten erhalten, wodurch das bloße Ansehen schon zu einem Erlebnis wird, in der Transall hat man sogar die Möglichkeit, auf dem Pilotensitzen Platz zu nehmen und so nicht nur Wissen, sondern auch Emotionen mit nach hause zu nehmen.

Das Museum lädt dazu ein, nicht nur auf dem Landwege besucht zu werden, sondern es stellt auch ein lohnendes Ziel für einen Besuch per Flugzeug dar. Wenn man am Funk Bescheid gibt, kann man durch das hintere Tor des Altenburger Flughafens direkt zu Fuß in die Ausstellung gehen. Das Museum hat auch ein Bistro, in dem man sich vor dem Rückflug stärken kann.

Interessierte Besucher sollte mindestens zwei Stunden für den Besuch des Museums einplanen. Derzeit hat das Museum an den Wochenenden geöffnet. Die genauen Öffnungszeiten entnehmen Sie bitte der Webseite der Flugwelt.

B19.SJWae

Flugtage am Flugplatz Altenburg

Mit der Landung eines Prallluftschiffes im Jahre 1909 wurde der Altenburger Flugplatz ins Leben gerufen und vor über hundert Jahren, anno 1911, fanden in Altenburg die ersten Flugtage statt. Der Flugplatz ist also einer der ältesten in Deutschland, die noch in Betrieb sind. Da er in der jüngeren Vergangenheit eine Weile Stützpunkt für Ryan-Air gewesen ist, merkt man davon aber nicht mehr viel. Zwar trägt er seine Vergangenheit als Militärflugplatz noch vielerorts zur Schau, beispielsweise sind noch eine Anzahl Shelter und Gebäude aus dieser Zeit vorhanden, für den Fluggast oder in diesem Fall den Besucher der Flugtage, präsentiert er sich aber in modernem Gewand. Tower und Abfertigungsgebäude sind allesamt modern und haben erst wenige Jahre auf dem Buckel.

Zu den Flugtagen am 5. und 6. September waren zahlreiche Piloten mit ihren Flugzeugen aus ganz Deutschland angereist, um den Gästen ihre Maschinen und ihr Können zu präsentieren. So fanden sich beispielsweise eine Waco, eine Boeing Stearman, eine Beech 18, eine Antonov AN2, eine Aero 45 S sowie eine Vultee BT 13B ein, um nur einige zu nennen. Neben den Flugzeugen gab es auch eine Reihe Oldtimer zu bestaunen. Auf dem Vorfeld fuhren alte PKWs, Kleinlaster, Traktoren und Motorräder auf, um sich den Besuchern zu zeigen. Auch einige Fahrgeschäfte hatten sich eingefunden. Im Venturer konnten Flüge hautnah nachempfunden werden, ein eigens abgesteckter Parcours wurde mit Quads für Groß und Klein befahren und für die, die es gerne noch etwas wilder und martialischer hatten, war ein Panzer vor Ort, mit dem standesgemäß für einen ehemaligen Militärflugplatz  Runden um einen der ehemaligen Shelter gezogen wurden. Als weiterer Programmpunkt der Flugtage wurde auch ein Flohmarkt integriert, der aber etwas unter der Tatsache zu leiden hatte, dass er auch nur durch Zahlen des Eintritts zu erreichen war.

Für Interessierte an Luftfahrtgeschichte hatte das am Flugplatz ansässige, erste Thüringer Luftfahrtmuseum einiges zu bieten. Die Flaggschiffe hier sind eine Transall und ein Ubootjäger der Bundesmarine. Das Besondere an diesem Museum ist, dass man diese beiden Exponate richtig begehen und sich in der Transall sogar ins Cockpit setzen kann. Weiterführendes hierzu im Beitrag über das erste Thüringer Luftfahrtmuseum.

B18.SJWae

Fliegerhorst Fürstenfeldbruck

Fursty – der Fliegerhorst Fürstenfeldbruck

Der nachfolgende Beitrag bildet den Auftakt zu einer Serie von Artikeln, die die Geschichte vom und Geschichten rund um den Fliegerhorst Fürstenfeldbruck erzählen.

Die Geschichte eines Fliegerhorstes spiegelt die Entwicklung der politischen Landschaft und der Gesellschaft wider. Die unterschiedlichen Epochen der noch relativ jungen Bundesrepublik Deutschland projizieren sich als Entwicklungen auf solche Standorte und die Reaktion der Bevölkerung lässt Rückschlüsse auf den jeweils herrschenden Zeitgeist zu.

Verfolgen Sie eine derartige Historie aus dem Blickwinkel der Insider. Durch Auswahl der Kategorien “Fursty” und “History” lassen sich diese Beiträge auch in Zukunft immer leicht auffinden.

B16.SJWae

Flächenbrand bei Deisenhofen

Flächenbrand im Deisenhofener Forst und die Arbeit der Luftrettungsstaffel

Waldbrand bei Deisenhofen gesamt

Flächenbrandbrand bei Oberbiberg, gesamt

Bei einem Flächenbrand im Süden von München nahe Oberbiberg brannte heute, am Sonntag den 26.07.2015, ein Stoppelfeld inmitten des Deisenhofener Forstes ab. Der Brand war bereits von der Bundeswehr Sportfliegergemeinschaft Fürstenfeldbruck e.V. (BwSfGem FFB e.V.), gemeldet worden, die im Rahmen der Luftrettungsstaffel durch Beobachtungsflüge den Feuerwehren zuarbeitet und besonders während der Trockenperioden nach Bränden Ausschau hält. Die Rauchwolke konnte aus der Luft schon kurz nach dem Start in Fürstenfeldbruck gesehen werden. Vom Boden aus blieb der Brand offenbar zunächst unbemerkt, da das Feld schlecht einsehbar ist und etwas abseits der nächsten Häuser liegt. Als das Feuer entdeckt wurde, stand bereits fast ein Drittel der Fläche in Flammen.

Die Bilder dieses Beitrages entstanden kurz bevor der Brand von der Freiwilligen Feuerwehr Oberbiberg, unterstützt durch weitere Feuerwehren der Umgebung, gelöscht werden konnte.

Der Luftrettungsstaffel Bayern e.V.  gehören zahlreiche Vereine, Organisationen und Privatpersonen an, die allesamt ihren Dienst ehrenamtlich ausführen. Neben der Suche nach Bränden, hilft die Luftrettungsstaffel bei der Beobachtung und Beurteilung von Hochwassergebieten, im Katastrophenschutz, bei der Suche nach verschwundenen Luftahrzeugen und bei der Lokalisierung und Meldung von Verkehrsunfällen. Gelegentlich bekommt die Luftrettungsstaffel auch Aufgaben von Behördenseite zugewiesen.
Für das professionelle Beobachten aus der Luft, das korrekte Lokalisieren des Beobachtungsortes und die korrekte Meldung des Gesehenen durchlaufen die Beobachter eine einwöchige Ausbildung mit anschließender Prüfung.

Weitere Informationen finden Sie unter folgenden Links:

B15.SJWae

Hugues Duwal

Kanal-Gerangel Teil II

Noch in der Nacht war auf der Airbus-Webseite ein anderer Text zu lesen – offenbar hatte man die Meldungen von langer Hand vorbereitet und dann nur noch “freigeschaltet” – der nur von der eigenen Leistung handelte. Man ging also davon aus, dass der Rekord, die Pioniertat, bereits in trockenen Tüchern war. Irgendwann heute in den Morgenstunden wurde dann relativiert. Im Augenblick, da dieser Text verfasst wird, ist auf der Airbus-Webseite zu lesen:

Travelling in the opposite direction to the pioneering Frenchman and powered by lithium-ion batteries, the E-Fan took off from Lydd on the English south coast, completing the 74 kilometre flight east to Calais, France, in around 37 minutes. Flown by test pilot Didier Esteyne, the all-electric plane weighs around 600 kilogrammes and travelled at an altitude of about 1,000 metres [3,500 feet].

Airbus Webseite

Damit hat man nun wohl die Pionierleistung des Franzosen Hugues Duwal anerkannt, wenn man ihm auch nicht fairerweise die Ehre und den Anstand zuteil werden lässt, ihn und sein Flugzeug, eine CriCri, beim Namen zu nennen. Zumindest ist die Formulierung so schwammig gewählt, dass sich so leicht kein Strick mehr daraus drehen lässt. Der “Pioneering frenchman” kann sowohl als Louis Blériot als auch als Hughes Duwal verstanden werden.

Warum Airbus auf der eigenen Webseite immer noch verbreitet, dass mit dem E-Fan der erste Flug mit einer elektrisch betriebenen, zweimotorigen, selbststartenden Maschine über den Ärmelkanal durchgeführt wurde, bleibt derzeit im Dunkeln, den auch die CriCri ist , obgleich winzig, eine Zweimot.

At 11am on a calm, sunny summer morning, the Airbus E-Fan touched down in Calais to enter its name in the record books.

The all-electric plane became the first twin-engine electric plane taking off with its own power to negotiate the English Channel, more than 100 years after Louis Blériot first made the intrepid journey.

Airbus Webseite

B13.SJWae

image_pdfimage_print