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Die Flugwelt Altenburg Nobitz

BreguetAtlantic

Breguet Atlantic

Seit dem Jahre 2004 betreibt ein Verein in Nobitz bei Altenburg direkt in Nachbarschaft zur historischen Landebahn des Altenburger Flughafens ein Luftfahrtmuseum, die Flugwelt, die das erste Museum dieser Art in Thüringen ist. Das Museum ist in einem der historischen Gebäude am Flughafen beheimatet, das von der russischen Kaserne, die lange Jahre am Flughafen bestand, übrig geblieben ist. Bei einem Rundgang durch das Museum kann man anhand zahlreicher, aufwändig, detailreich und liebevoll gestalteten Schautaflen viel über das Gelände des Flughafens sowie dessen Geschichte lernen. Auch die Exponate nehmen zu einem großen Teil Bezug auf die Historie des Platzes. So ist hier beispielsweise eine MIG 21 zu sehen, die auch hier am Platz stationiert gewesen ist. Beonders hervorzuheben sind zwei Flugzeuge, die man nirgends so hautnah erleben kann, wie hier in Nobitz: Eine Breguet Atlantic, die zur Ubootjagd eingesetzt wurde und eine Transall, die erst kürzlich hinzu kam. Das Außergewöhnliche ist, dass man in der Flugwelt nicht überall aus der Distanz auf die Dinge sehen muss, sondern dass man diese Flugzeuge betreten kann. In der Breguet Atlantic sind noch die Arbeitsplätze der diensttuenden Soldaten erhalten, wodurch das bloße Ansehen schon zu einem Erlebnis wird, in der Transall hat man sogar die Möglichkeit, auf dem Pilotensitzen Platz zu nehmen und so nicht nur Wissen, sondern auch Emotionen mit nach hause zu nehmen.

Das Museum lädt dazu ein, nicht nur auf dem Landwege besucht zu werden, sondern es stellt auch ein lohnendes Ziel für einen Besuch per Flugzeug dar. Wenn man am Funk Bescheid gibt, kann man durch das hintere Tor des Altenburger Flughafens direkt zu Fuß in die Ausstellung gehen. Das Museum hat auch ein Bistro, in dem man sich vor dem Rückflug stärken kann.

Interessierte Besucher sollte mindestens zwei Stunden für den Besuch des Museums einplanen. Derzeit hat das Museum an den Wochenenden geöffnet. Die genauen Öffnungszeiten entnehmen Sie bitte der Webseite der Flugwelt.

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Flugtage am Flugplatz Altenburg

Mit der Landung eines Prallluftschiffes im Jahre 1909 wurde der Altenburger Flugplatz ins Leben gerufen und vor über hundert Jahren, anno 1911, fanden in Altenburg die ersten Flugtage statt. Der Flugplatz ist also einer der ältesten in Deutschland, die noch in Betrieb sind. Da er in der jüngeren Vergangenheit eine Weile Stützpunkt für Ryan-Air gewesen ist, merkt man davon aber nicht mehr viel. Zwar trägt er seine Vergangenheit als Militärflugplatz noch vielerorts zur Schau, beispielsweise sind noch eine Anzahl Shelter und Gebäude aus dieser Zeit vorhanden, für den Fluggast oder in diesem Fall den Besucher der Flugtage, präsentiert er sich aber in modernem Gewand. Tower und Abfertigungsgebäude sind allesamt modern und haben erst wenige Jahre auf dem Buckel.

Zu den Flugtagen am 5. und 6. September waren zahlreiche Piloten mit ihren Flugzeugen aus ganz Deutschland angereist, um den Gästen ihre Maschinen und ihr Können zu präsentieren. So fanden sich beispielsweise eine Waco, eine Boeing Stearman, eine Beech 18, eine Antonov AN2, eine Aero 45 S sowie eine Vultee BT 13B ein, um nur einige zu nennen. Neben den Flugzeugen gab es auch eine Reihe Oldtimer zu bestaunen. Auf dem Vorfeld fuhren alte PKWs, Kleinlaster, Traktoren und Motorräder auf, um sich den Besuchern zu zeigen. Auch einige Fahrgeschäfte hatten sich eingefunden. Im Venturer konnten Flüge hautnah nachempfunden werden, ein eigens abgesteckter Parcours wurde mit Quads für Groß und Klein befahren und für die, die es gerne noch etwas wilder und martialischer hatten, war ein Panzer vor Ort, mit dem standesgemäß für einen ehemaligen Militärflugplatz  Runden um einen der ehemaligen Shelter gezogen wurden. Als weiterer Programmpunkt der Flugtage wurde auch ein Flohmarkt integriert, der aber etwas unter der Tatsache zu leiden hatte, dass er auch nur durch Zahlen des Eintritts zu erreichen war.

Für Interessierte an Luftfahrtgeschichte hatte das am Flugplatz ansässige, erste Thüringer Luftfahrtmuseum einiges zu bieten. Die Flaggschiffe hier sind eine Transall und ein Ubootjäger der Bundesmarine. Das Besondere an diesem Museum ist, dass man diese beiden Exponate richtig begehen und sich in der Transall sogar ins Cockpit setzen kann. Weiterführendes hierzu im Beitrag über das erste Thüringer Luftfahrtmuseum.

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